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Konventionelle Systemtherapien

Bei Patienten, die unter einer mittelschweren oder schweren Psoriasis leiden, kann oft mit einer alleinigen Lokaltherapie oder einer Lichttherapie keine ausreichende Besserung des Befundes erreicht werden. In diesen Fällen werden Systemtherapien eingesetzt. Hierunter versteht man Behandlungen, bei denen die Medikamente innerlich in Form von Tabletten, Spritzen oder Infusionen verabreicht werden. Man unterscheidet dabei konventionelle, nicht gentechniologisch hergestelllte Medikamente und Biologika, die gentechnisch hergestellt werden.

Die Auswahl der in Frage kommenden Medikamente hängt sehr von der individuellen Krankheitssituation ab. Viele verschiedene Überlegungen gehen dabei in die Entscheidung ein, u.a. Art und Lokalisation der Psoriasis-Herde, Vor- und Begleiterkrankungen, bestehende Kontraindikationen, Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten, das Vorliegen einer Psoriasis-Arthritis, Lebensumstände (z.B. Kinderwunsch). Daher sollten diese Medikamente nur nach einer ausführlichen Beratung und Untersuchung von Ärzten eingesetzt werden, die mit diesen Therapien Erfahrung haben.

Folgende konventionelle Systemtherapien werden in Deutschland bei der Psoriasis hauptsächlich eingesetzt und haben Eingang in die S3-Leitlinie Therapie der Psoriasis gefunden.

Ciclosporin

Ciclosporin ist ein ringförmiges Peptid mit immunsuppressiver Wirkung., das in Deutschland seit 1993 für die Behandlung der Psoriasis als Medikament zugelassen ist. In der S3-Leitlinie zur Psoriasis-Therapie wird Ciclosporin zur Induktionstherapie bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris bei Erwachsenen empfohlen, die mit einer lokalen Therapie und/oder Lichttherapie nicht ausreichend behandelt werden können.  Die Behandlung erfolgt mit in der Regel mit Kapseln als Kurzzeittherapie über einige Monate, die in Intervallen wiederholt werden kann, seltener als kontinuierliche Langzeittherapie über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren.

Fumarsäureester

Seit 1995 sind Fumarsäurester in Deutschland zur Therapie der Psoriasis vulgaris zugelassen. Die Gabe erfolgt in Form von Tabletten, wobei die Dosis langsam gesteigert wird um den Körper an das Medikament zu gewöhnen. In der S3-Leitlinie wird den Fumarsäureestern eine gute Wirksamkeit in der Induktionstherapie als auch in der Langzeittherapie bescheinigt. Wegen des günstigen Nutzen-Risiko-Profils werden Fumarsäureester besonders zur Langzeittherapie empfohlen.

Methotrexat

Methotrexat ist Deutschland seit 1991 zur Behandlung der Psoriasis vulgaris zugelassen. Die Substanz wird entweder in Form von Tabletten oder als Spritze einmal pro Woche verabreicht. Da die Psoriasis-Arthritis in vielen Fällen gut auf die Gabe von Methotrexat anspricht, wird diese Substanz gerne bei Vorliegen einer Gelenkbeteiligung verabreicht.

Retinoide

Retinoide sind Vitamin-A-Abkömmlinge, die seit den 70er Jahren in der Behandlung der Psoriasis vulgaris eingesetzt werden. Sie kommen heute hauptsächlich bei der Behandlung der pustulösen (=Eiterbläschen bildenden) Psoriasis an Händen und Füßen sowie der hyperkeratotischen (=stark verhornenden) Schuppenflechte der Hände und Füße zum Einsatz.


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