Psoriasis-Praxisnetzwerk

> Mitgliederbereich



Passwort vergessen?

Startseite    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Umkreissuche    Mitglied werden
> Patienteninfos

Umfrage: Versorgungssituation auf dem Weg zurück zur Normalität suboptimal

MAXDORF – Patienten mit einer gegen Schuppenflechte gerichteten Systemtherapie zeigen sich vielfach stark beunruhigt von der Frage, ob eine Corona-Infektion für sie ein erhöhtes Risiko darstellt und ob unter diesen Umständen die bisherige immunologische Behandlung weiter fortgesetzt werden kann. Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei rund 250 Spezialisten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, die dem Psoriasis-Praxisnetz Süd-West (PPN) angehören.

Auch die Frage, ob sie als Psoriasis-Patienten zur Risikogruppe für eine Covid-19-Infektion zählen, ist immer wieder Thema. Neun von zehn der befragten Hautärztinnen und Hautärzte sahen sich mit solchen Anfragen an ihre dermatologisch-immunologische Fachkompetenz konfrontiert.

Insgesamt beteiligten sich im Zeitraum vom 1. bis zum 15. Juni 62 Dermatologinnen und. Dermatologen. Rund jeder siebte der Befragten gaben an, Patienten zu betreuen, die an Corona erkrankt sind.

Die Pandemie schlägt sich darüber hinaus in den medizinischen Befunden nieder. Ein deutlicher Anstieg war bei der Zahl der berufsbedingten Hauterkrankungen infolge des Dauergebrauchs der Schutzausrüstung zu verzeichnen: um mehr als 20% bei nahezu jedem siebten der Befragten, bei mehr als der Hälfte hingegen weniger als 20%. Rund ein Viertel teilte diese Erfahrung ihrer Kolleginnen und Kollegen nicht.

Und nur jeder fünfte der Befragten bestätigte Hinweise von Studien aus China und Frankreich, wonach seit Beginn der Corona-Pandemie gehäuft unspezifische – keiner konkreten Hauterkrankung zuzuordnende – Hautauschläge zu beobachten sind: bei Patienten mit bekannter Corona-Infektion ebenso, wie bei bei Patienten ohne konkreten Infektionsnachweis.

Hohen Aufwand treiben die Hautpraxen wie die Kliniken des Praxisnetzes beim Infektionsschutz ihrer Patienten. Nahezu neun von zehn haben den Anmeldebereich mit einem Spuckschutz nachgerüstet. Zu den Standards gehören darüber hinaus nach Angaben der Teilnehmer für den Arzt wie für das medizinischen Personal – nur selten! –  ein einfacher Mundschutz aus Stoff (jeder zehnte), meist hingegen ein Medizinprodukt, eine FFP2- oder eine FFP3-Maske sowie Schutzhandschuhe (Personal: 76%; Arzt 71%) und oft auch ein Gesichtsschild (für das Personal bei 36 %, für den Arzt bei 29%).

Als noch nicht ausreichend wird von sämtlichen Umfrageteilnehmern die Verfügbarkeit von FFP-3-Masken bewertet, bei FFP-2-Masken bemängeln immerhin noch vier von zehn Beschaffungsprobleme, beim Gesichtsschild sind es 55%.

Zur Eindämmung der Pandemie nahmen die Dermatologen in den vergangenen Wochen darüber hinaus spürbare Einschränkungen im Praxisbetrieb und -ablauf vor: Fast jeder zweite gab an, die Sprechzeiten verkürzt (48%), nahezu 60% medizinisch nicht notwendige Eingriffe abgesagt, zwei von dreien, die Anzahl der Termine pro Stunde verringert ( 65%)  und nahezu drei Viertel,  das Wartezimmer ganz oder teilweise außer Betrieb genommen zu haben (74 %). Eingeschränkt wurden beispielsweise auch nicht akut notwendige Kontrolluntersuchungen – "zeitweise" bei nahezu der Hälfte (44%) und "bis heute anhaltend" bei rund jedem zehnten (9,7%). Absagen bei der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung gab es in den vergangenen 12 Wochen hingegen nur bei knapp jedem dritten (32%).

Und wie bewerten die PPN-Mitglieder die aktuelle Versorgungslage? Nicht einmal jeder vierte (24%) bezeichnet die heutige Situation als normalisiert oder entspannt, jeder neunte empfindet sie als anhaltend problematisch (11%), nahezu zwei Drittel (65%) als suboptimal im Vergleich zur Situation vor der Corona-Pandemie. Damals schon klagten viele Patienten über lange Vorlaufzeiten, einen Termin zu erhalten.

Die unter den Bedingungen des Infektionsschutzes vorgenommenen Einschränkungen des Versorgungsangebot und die Zurückhaltung der Patienten bei der Wahrnehmung nicht dringend nötiger Arzttermine haben wirtschaftlich Spuren hinterlassen. Die Zahl der Patienten ist im zweiten Quartal 2020 rückläufig, bei knapp einem Drittel (35%) um bis zu einem Fünftel, bei knapp der Hälfte (49%) um 21-40%, bei jedem sechszehnten  sogar um bis zu 60 Prozent.

Rückläufige Einnahmen aus privatärztlichen Leistungen weisen eine noch stärkere Dynamik auf: bei nahezu jedem Fünften (19%) brachen sie um mehr als 41% ein, bei etwas mehr als der Hälfte schlägt ein Minus zwischen 21 und 40% zu Buche, rund jeder Vierte ( 24%) verlor nach eigenen Angaben bis zu einem Fünftel seines PKV-Umsatzes.

Die gesetzliche Verpflichtung der Ärzte zur medizinischen Fortbildung ist für eine Übergangszeit bundesweit ausgesetzt worden. Zahlreiche Präsensveranstaltungen wurden abgesagt oder kamen erst gar nicht über die Planungsphase hinaus. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung nimmt das Interesse an digitalen Lernangeboten bei den Dermatologinnen und Dermatologen im PPN deutlich zu. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (56%) signalisiert bei der Umfrage Interesse an Live-Webinaren mit der Möglichkeit zum Dialog mit dem Vortragenden. Fast ebenso groß ist der Zuspruch für unteraktives Schulungsmaterial zum Selbstlernen (55%), etwas mehr als ein Drittel (35%) bekundet Interesse, über Youtube-Videos zeitversetzt ein Update des eigenen Fachwissens vorzunehmen.


> Dermatologen-Suche

Geben Sie Ihre PLZ und/oder Ihren Ort an und wählen Sie ggf. Therapiemöglichkeiten, um einen Dermatologen in Ihrer Region zu finden.

Name

PLZ

Stadt


Krankenkasse
Privat

    Dermatologen

      konventionelle Lichttherapie
      Balneo-Phototherapie
      konventionelle Systemtherapien
      Biologika-Therapien
      Excimer-Therapie

    Rheumatologen

      konventionelle Systemtherapien
      Biologika-Therapien
      Röntgen
      Gelenk-Sonographie
Im Umkreis von km

Fehlerhafte Angabe melden

Das Ärztenetzwerk wird unterstützt von

Abbott Immunology Janssen
Almirall
Lilly
medac
novartis ucb biogen hexal



Das Ärztenetzwerk ist Partner von

PsoNet