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Strukturvertrag zum Geburtstag – Praxisnetz Süd-West feiert 10-jähriges Bestehen

STUTTGART – Zehn Jahre besteht das älteste regionale Psoriasisnetz in Deutschland. (k)ein Grund zu feiern? Der amtierende Vorsitzende und damalige Gründungsvorsitzende, Dr. Dirk Maaßen, und sein Vorstand hielten bei der diesjährigen Praxistagung des Psoriasis-Praxisnetzes Süd-West nicht lange mit Feierlichkeiten auf. Die Fortbildung der Netzärzte und ihres Fachpersonals hatte einmal mehr Vorrang. Ein „Geburtstagsgeschenk“ gab es dann aber am Ende völlig überraschend doch noch.

Die Idee zur Netzgründung kam im Frühjahr 2008 auf der „Dermatologischen Praxis“-Tagung in Frankenthal auf. Am 12. Dezember des gleichen Jahres wurde das Netz als Verein eingetragen. Vier regionale Gliederungen Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Baden-Württemberg waren bei der Gründungsversammlung mit rund 90 Teilnehmer vertreten. „Ziel sei es von Anfang an gewesen, die Versorgung von Patienten mit Schuppenflechte durch Zusammenarbeit zu verbessern“, so der Maxdorfer Hautarzt. Das Logo symbolisiert diese Vernetzung – aber nicht sternförmig auf ein Zentrum zulaufend, wie Maaßen unterstrich. Die Zahl der Mitglieder wuchs rasch und steigt nach wie vor stetig: heute sind es 220. 

Anfänglich gab es Konflikte mit Kliniken, die ihr in erster Linie für Psoriatiker ein Zuweisernetz aufbauen wollten, wie Maaßen anklingen ließ. Die Mitglieder im PPN Süd-West hingegen legten von Anfang an Wert auf eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Positiv wertet Maaßen vor diesem Hintergrund, dass heute insgesamt sieben Kliniken – Mainz, Bad Bentheim, Homburg/Saarland, Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt und München (LMU) Netzmitglieder geworden sind und weitere einen solchen Schritt inzwischen planen.

2014 trat das Psoriasisnetz Bayern dem Netz bei. Das Fünf-Ländernetz trug dieser Entwicklung Rechnung und benannte sich im März 2015 um in Psoriasis-Praxisnetz Süd-West.

Die erste Praxistagung fand im Oktober 2012 statt und etablierte sich als jährliche Fortbildungsveranstaltung. Fortbildung organisiert das Netz heute auch für wichtige Partnerzielgruppen – beispielsweise gemeinsam mit Rheumatologen und vor allem im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dermatologie für die Praxis“ für Allgemeinmediziner, die mit den Netzärzten auf der Basis von Leitlinien und strukturierten Abläufen zusammenarbeiten wollen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Vorträge für Patienten. Und auch die im Mai 2017 online verfügbare P.S.O.-App trägt dazu bei, die gesundheitliche Aufklärung in der Öffentlichkeit voranzubringen. Dabei steht P.S.O. für Psoriasis Spezialisten Online. Zugleich bietet die App eine qualifizierte Arztsuche, um Netzärzte wohnortnah zu finden. Gespeist wird sie im wesentlichen aus Nachrichten, die auch über den Webauftritt des Netzes verfügbar sind.

Die Vernetzung der Mitglieder untereinander nutzt das PPN Süd-West beispielsweise für die Teilnahme an Studien in Zusammenarbeit mit  dem Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) an der TU München. Beteiligen können sich sämtliche Netzmitglieder, wie Maaßen unterstrich. Das Themenspektrum der Forschungsvorhaben reicht von rechtlichen Fragen wie etwa des Einflusses von Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Regressen auf die ärztliche Tätigkeit bis hin zu psychischen und Suchtproblemen als Begleiterscheinung von Psoriasis.

Seit Jahren hat sich das PPN Süd-West in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland um Versorgungsverträge für Psoriasispatienten mit den regionalen Krankenkassen bemüht, informelle Gespräche geführt und die zuständigen Stellen bei den Krankenkassen mit Hintergrundinformationen zur leitliniengerechten Schuppenflechte-Therapie im Netz auf dem laufenden gehalten. Bislang stets vergeblich. Um so überraschender berichtete Dr. Ralph von Kiedrowski von einem Vertragsangebot der Ersatzkassen unter der Federführung der Techniker Krankenkasse. Die TK hatte sich bereits im Vorjahr  im Rahmen der Nationalen Versorgungskonferenz Psoriasis an den Berufsverband gewand.

Angestrebt werde eine Vereinbarung nach §140 a des SGB V zur Regelung eines besonderen Versorgungsbedarfs bei der Behandlung mit den innovativen molekular biologischen Wirkstoffen, die bereits zu Beginn des neuen Jahres wirksam werden soll, berichtete er vom Ergebnis seiner Verhandlungen in Hamburg. Die TK habe auf dieser Grundlage ein Vertragsangebot übermittelt. 

Wie von Kiedrowski weiter darstellte, werden Bonusregelungen für die Betreuung von mittelschwer bis schwer erkrankten Schuppenflechtenpatienten angeboten. Die Krankenkassen verbinden dieses Angebot bei der Verordnung von rabattierten Wirkstoffen und Biosimilars mit einer Entlastung bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Anderseits soll die Teilnahmeberechtigung an qualitätssichernde Voraussetzungen wie das Psoriasis-Zertifikat, die Teilnahme an einschlägigen Fortbildungsangeboten und an weitere Maßnahmen wie die Meldung an das PsoBest-Register gebunden werden.

Die Honorierung erfolgt extrabudgetär. Über die Höhe der Boni besteht noch Verhandlungsbedarf, genauso wie das gesamte Vertragswerk noch einer eingehenden sachlichen und juristischen Überprüfung des BVDD als Vertragspartner bedarf, wie von Kiedrowski unterstrich. Das unerwartete „Geburtstagsgeschenk“ zum 10-jährigen Gründungsjubiläum des Netzwerks hatte der Interims-Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen erst wenige Stunden zuvor per Mail erhalten.

 


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