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Das Psoriasis-Praxisnetz lehnt einen Austausch biologischer Arzneimittel in der Apotheke ab

Seit August 2020 finden Ärzte in der Arznei­mittel-Richtlinie Hinweise zur wirtschaftlichen Verordnungs­weise von Biologika und Biosimilars. Voraus­sichtlich im August 2022 wird der Gemeinsame Bundes­ausschuss (G-BA) auch über Austausch­regelungen auf Apotheken­ebene entscheiden. (https://www.g-ba.de/themen/arzneimittel/arzneimittel-richtlinie-anlagen/biologika-biosimilars/)

Das Psoriasis-Praxisnetz steht seit seiner Gründung im Jahr 2008 für eine kosteneffektive, Leitlinien-orientierte ambulante Versorgung zum Wohl unserer Patient*innen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Verordnung von Biosimilars, die gegenüber den Patent-geschützten Originalpräparaten günstiger sind, aber den gleichen Zulassungsbestimmungen und Kontrollen wie diese unterliegen. Wir haben ausdrücklich die Einführung einer Festbetragsregelung in der Gruppe der TNFa-Inhibitoren im April 2021 begrüßt, da diese Preisabsenkung aus unserer Sicht eine Versorgung von mehr Patienten mit diesen hoch wirksamen Arzneimitteln begünstigt.

Was bedeutet nun eine Austauschbarkeit in der Apotheke für unsere Patient*innen?

Auch wenn der Arzt Ihnen ein Medikament einer bestimmten Firma verordnet, bekommen Sie in der Apotheke das Medikament, welches aus Sicht ihrer Krankenkasse das Günstigste ist. Bei biologischen Medikamenten handelt es sich um eine hoch-komplexe firmenspezifische Produktion von Antikörpern, die in lebenden Zellkulturen erzeugt werden. So muss der enthaltene Antikörper immer ähnlich in seiner Wirksamkeit und Nebenwirkungen sein. Er ist aber nicht identisch. Das wird intensiv von der Arzneimittelbehörde geprüft, bevor ein biologisches Arzneimittel verkauft werden darf. Jeder Hersteller hat aber Freiheiten z.B. bei den verwendeten Zusatz- und Konservierungsstoffen und auch bei der Auswahl des Applikationsgeräts, sodass es deutliche Unterschiede gibt, wie z.B. Brennen bei der Injektion oder bei der Anwendung von verschiedenen Injektionsgeräten.

Eine derartige Verunsicherung des Patienten, welches Produkt er als nächstes in der Apotheke bekommt, ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Biologische Therapien kommen aufgrund der Kosten nur bei sehr schwer betroffenen Patienten oder nach der erfolglosen Anwendung von Vortherapien zum Einsatz, d.h. Patient*innen haben schon einige Therapien durchlaufen, um diese Behandlung der höchsten Therapiestufe zu bekommen.

Therapien mit der oben beschriebenen, komplexen Verordnungsstruktur finden sich in der Regel auf der sogenannten Substitutionsausschlussliste (https://www.deutschesapothekenportal.de/rezept-retax/substitutionsausschlussliste/) und dürfen nicht ausgetauscht werden um den Behandlungserfolg und die Therapietreue nicht zu gefährden.

Dies sollte unserer Meinung nach auch für die biologische Therapie der Psoriasis gelten

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